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Nachwuchs fördern

Gleich sieben Medizinerinnen auf dem Weg zum Professorentitel erhalten Unterstützung von der Anneliese Pohl-Stiftung. Damit soll insbesondere die Vereinbarkeit von akademischer Foschungsarbeit mit der Familienplanung gestärkt werden. Die Förderung wird individuell für die Stipendiatinnen gestaltet.

Balanceakt Beruf und Familie

In Deutschland sind Wissenschaftlerinnen in leitenden Positionen an Hochschulen und in der Forschung deutlich unterrepräsentiert. Das liegt an einer Vielzahl von Gründen, unter anderem aber auch an der oft schlechten Vereinbarkeit von Beruf und Familie. Um junge Medizinerinnen in ihrer Karriere zu unterstüzen, erhalten seit Beginn des Jahres sieben Nachwuchsmedizinerinnen der Philipps-Universität Marburg finanzielle Unterstützung von der Anneliese Pohl-Stiftung. Im Fokus steht dabei die Möglichkeit, dass die jungen Akademikerinnen ihren wissenschaftlichen Karriereweg auch mit Kindern und Familie selbstverständlich fortsetzen können. Ausgewählt wurden entsprechend dem Hauptzweck der Anneliese Pohl-Stiftung Habilitandinnen, die sich in ihrer Forschung und den daraus entstehenden wissenschaftlichen Arbeiten mit dem Thema Krebs beschäftigen.

Investition in die Zukunft

Mit die­sem Pro­gramm wol­len wir für Wis­sen­schaft­le­rin­nen Frei­räume schaf­fen, da­mit sie ih­re aka­de­mi­sche For­schungs­ar­beit mit der Fa­mi­li­en­pla­nung ver­ein­ba­ren kön­nen.

Im Rahmen des Programms erhalten Habilitandinnen personenbezogene Förderungen in Form von Personal- und/oder Sachmitteln in Höhe von bis zu 100.000 Euro. „Mit diesem Programm wollen wir für Wissenschaftlerinnen Freiräume schaffen, damit sie ihre akademische Forschungsarbeit mit der Familienplanung vereinbaren können. Die Förderung wird individuell und bedarfsgerecht gestaltet und soll Unterstützung bieten, um berufliche und private Herausforderungen bewältigen zu können“, erklärt Dr. Reinfried Pohl, Stifter und Vorsitzender des Kuratoriums der Anneliese Pohl-Stiftung. Das erstmals im Jahr 2012 ausgeschriebene Stipendienprogramm stieß auf große Nachfrage, zahlreiche Bewerbungen gingen bei der in Marburg ansässigen Stiftung ein. Das freut auch Dr. Udo Corts, den Vorsitzenden des wissenschaftlichen Beirats: „Es ist wichtig, dass wir in Zeiten des zunehmenden Fachkräftemangels auch im medizinischen Bereich junge Frauen dabei unterstützen, sowohl die Familienplanung als auch die Karriere in Forschung und Lehre fortsetzen zu können. Dies ist nicht nur eine Investition in die Zukunft der Patienten, sondern auch gesamtgesellschaftlich geboten.“

Überzeugende Vorhaben

Die ausgewählten Habilitandinnen überzeugten mit Anträgen aus den unterschiedlichsten klinischen Bereichen. Darunter:

Klinik für Chirurgie (Dr. Caroline Lopez)
Hämatoonkologie (Dr. Cornelia Brendel)
HNO-Heilkunde (Dr. Magis Mandapathil)
Gastroentorologie (Dr. Anja Rinke)
Strahlentherapie (Dr. Florentine Susanne
Barbara Subtil)
Pathologie (Dr. Christina Westhoff)
Physiologie (Dr. Susanne Rinne)


Die Fragestellungen und Arbeitsinhalte der Habilitandinnen betreffen mehrere Themenbereiche der Onkologie. Sie reichen von molekularbiologischen Untersuchungen zur verbesserten Therapie neuroendokriner Tumoren über den Nachweis von Markerproteinen bei Brusttumoren bis hin zur Untersuchung von Resistenzmechanismen bei der Strahlentherapie von Lungentumoren beziehungsweise Therapieresistenzen in der Behandlung von Leukämie.

Dr. Ma­gis Man­da­pat­hil, Dr. Chris­ti­na West­hoff, Dr. Su­san­ne Rin­ne, Dr. Ca­ro­li­ne Lopez, Dr. Ri­ta En­gen­har­t-Ca­bil­lic, Dr. Cor­ne­lia Bren­del, Dr. An­ja Rin­ke (v. l. n. r.)

Individuelle Förderung

Die jungen Wissenschaftlerinnen erhalten eine auf ihren persönlichen Bedarf abgestimmte Unterstützung durch die Stiftung. „Wir haben gemeinsam mit den Habilitandinnen ermittelt, welche Unterstützung am besten für ihre jeweilige persönliche berufliche sowie familiäre
Situation passt“, so Professor Dr. Engenhart- Cabillic, Direktorin der Klinik für Strahlentherapie der Universitätskliniken Gießen und Marburgund Mitglied des Vorstands der Anneliese Pohl-Stiftung. Fünf der geförderten Habilitandinnen erhalten Unterstützung bei der Finanzierung eines Krippenplatzes oder einer Tagesmutter für ihre Kinder. So haben die Frauen mehr Freiräume für die wissenschaftliche Arbeit und Forschung. Zwei Medizinerinnen werden durch die Finanzierung wissenschaftlicher beziehungsweise technischer Mitarbeiter zur Durchführung der jeweiligen Laborarbeiten unterstützt. In einem Fall sieht die Förderung die Stellung von Sachmitteln vor.

Titel trotz Doppelbelastung

Auch die stellvertretende Frauenbeauftragte des Fachbereichs Medizin, Prof. Dr. Sabine Pankuweit, sieht in dieser individuellen Förderung „einen wichtigen Schritt in Richtung einer nachhaltigen Unterstützung im Sinne der Vereinbarkeit von Beruf, Karriere und Familie innerhalb der Marburger Universitätsklinik“. Alle sieben Habilitandinnen können sich dank der Förderung durch die Anneliese Pohl-Stiftung auf ihre wissenschaftlichen Arbeiten konzentrieren, die sie neben ihrer jeweiligen Tätigkeit in der Klinik verfassen. Eine Doppelbelastung, die bereits ohne eigene Kinder oder Familie eines guten Zeitmanagements im Alltag bedarf. Durch die Förderung steht einer erfolgreichen Habilitation nichts mehr im Weg.

Unterstützung für Nachwuchs

Die medizinische Fakultät der Philipps-Universität Marburg wird außerdem bereits durch die
seit 1997 bestehende Dr. Reinfried Pohl-Stiftung unterstützt. Dazu gehört unter anderem eine Professur für Kardioprävention im Fachbereich Medizin sowie die Stiftung eines Lernzentrums für den Fachbereich Medizin. Mitte 2012 wurde die Anneliese Pohl-Kindertagesstätte im Zentrum für medizinische Lehre eröffnet. Die Kindertagesstätte unterstreicht die familienfreundliche Infrastruktur im Zentrum, so Prof. Dr. Reinfried Pohl. Junge Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler erhalten so eine optimale Betreuung ihrer Kinder und können zukünftig wissenschaftliche Laufbahn und Familienplanung leichter miteinander vereinbaren.

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