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Prostatakrebs

Urologen sind nicht nur Experten für die harnbildenden und -ableitenden Organe. Auch die Geschlechtsorgane des Mannes fallen in ihr Fachgebiet. Die Mitarbeiter der Klinik für Urologie und Kinderurologie stehen daher vor vielen Herausforderungen. Denn Prostata-, Blasen- und Nierenkrebs zählen zu den häufigsten Krebsarten.

Was ist Prostatakrebs

Über die Ursachen und Risikofaktoren von Prostatakrebs weiß man wenig“, sagt Prof. Dr. Rainer Hofmann, Direktor der Klinik für Urologie und Kinderurologie der Uni Marburg. Sicher ist: Am Sex liegt’s nicht. Der Blutspiegel des männlichen Sexualhormons Testosteron und auch häufiger Geschlechtsverkehr haben keinen Einfluss auf die Entstehung von Prostatakrebs. Die Ernährung hingegen könnte nach Ansicht des Experten eine Rolle spielen. Auch die Sonneneinstrahlung wird als mögliche Einflussgröße beim Prostatakrebs diskutiert. „In den nördlichen Bundesstaaten der USA gibt es beispielsweise – bei gleichem Anteil Weißer und Schwarzer – weniger Prostatakrebs als in den südlichen“, sagt Rainer Hofmann. Insgesamt lasse sich der Stand der Diskussion folgendermaßen zusammenfassen: „Studien gibt es viele, gesicherte Erkenntnisse kaum.“

Blasenkrebs

Bei Män­n­ern steht die Er­kran­kung an vier­ter Stel­le in der Krebs­sta­tis­tik.

Oft ist die Diagnose überraschend. „Es gibt keine Frühsymptome, die Patienten haben keine Beschwerden“, sagt Rainer Hofmann. Brauner, also blutiger, Urin ist im fortgeschrittenen Stadium das typische Alarmzeichen. Auch Schmerzen beim Wasserlassen und starker Harndrang sollten ernst genommen werden. Hauptrisikofaktor ist das Rauchen. Blasenkrebs gilt aber auch als klassische Berufskrankheit, hervorgerufen durch „aromatische Amine“, die z. B. in der Chemieindustrie vorkommen."

Hodenkrebs

Be­trof­fen sind meist Män­n­er im Al­ter zwi­schen 25 und 45 Jah­ren.

Noch bessere Heilungsraten als beim Prostatakrebs verzeichnen die Krebsstatistiker bei Hodenkrebs: Im Mittel werden 96 von 100 Patienten von ihm geheilt. „Hodenkrebs ist eine Erfolgsgeschichte, weil die Mehrzahl der Tumoren nicht sehr aggressiv ist, also selten Metastasen bildet und auch sehr gut mit Chemotherapie zu behandeln ist“, sagt Rainer Hofmann. Außerdem sei die Nachsorge dank Kernspin-, Ultraschall- und Blutuntersuchungen so gut geworden, dass Rückfälle (Rezidive) rechtzeitig erkannt werden können. Anders als bei den meisten anderen Krebserkrankungen ist Hodenkrebs kein typisches Problem älterer Menschen.

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