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Pathologische Diagnostik

Die pathologische Diagnostik spielt bei neuroendokrinen Tumoren (NET) eine entscheidende Rolle. Sie wird im Institut für Pathologie gemäß den Vorgaben der WHO (aktuelle WHO-Klassifikation der neuroendokrinen Neoplasien des gastroenteropankreatischen Systems aus 2010) und der ENETS durchgeführt. Das Institut für Pathologie des UKGM, Standort Marburg, ist in sechs Organtumorzentren eingebunden und verfügt über langjährige Expertise auf dem Gebiet der NET.

Methodik

Zu den vorgehaltenen Methoden gehören konventionelle Histologie und Zytologie, intraoperative Schnellschnittdiagnostik, Immunhistochemie
(> 10.000 immunhistochemische Färbungen pro Jahr an drei Immunfärbeautomaten) mit Einsatz aller gängigen neuroendokrinen Marker, Molekularpathologie und Elektronenmikroskopie.

Mehr Informationen erhalten Sie unter http://www.enets-zentrum.de/diagnostik.html.

Zweitmeinung

Das An­ne­lie­se Pohl Krebs­zen­trum Mar­burg bie­tet Krebs­pa­ti­en­ten und An­ge­hö­ri­gen die Mög­l­ich­keit, ei­ne neu­tra­le Be­gut­ach­tung des Erst­be­fun­des zu er­hal­ten.

Vier Augen sehen mehr als zwei. Das gilt auch bei Diagnosen von Ärzten. Patienten sind oft verunsichert, wenn sie eine Krebsdiagnose erhalten haben, und würden gern eine zweite Meinung einholen. Und gerade bei schwerwiegenden Erkrankungen beziehungsweise entsprechender Diagnose kann eine ärztliche Zweitmeinung tatsächlich sehr sinnvoll sein. Unter einer ärztlichen Zweitmeinung versteht man die neutrale Begutachtung eines ärztlichen Erstbefundes durch einen zweiten Arzt.

Diagnose und Therapie prüfen

Das Anneliese Pohl Krebszentrum hat ein eigenes Zweitmeinungsbüro, an das sich Patienten wenden können, um ihre Krebsdiagnose überprüfen zu lassen. „Gerade bei einer so lebensverändernden Diagnose wie Krebs kann eine Zweitmeinung Betroffene dabei unterstützen, die Erkrankung besser zu verstehen und sich für die richtige Therapie zu entscheiden“, sagt Professor Dr. Rudolf Arnold, Direktor des Anneliese Pohl Krebszentrums. Neben der Begutachtung der Diagnose bietet das Zweitmeinungsbüro auch eine Überprüfung der vorgeschlagenen Krebstherapie an. Die Spezialisten aus Marburg beraten außerdem zum Thema Lebensführung nach einer Krebsdiagnose. Im Fokus steht die Verbesserung der Heilungschancen des Patienten. Wird die Therapieempfehlung des Erstbehandlers bestätigt, erhält der Patient die Sicherheit und das Vertrauen, den richtigen Weg einzuschlagen. Wird eine alternative Therapieempfehlung ausgesprochen, kann die medizinische Versorgung dieses Patienten optimiert werden. Krebs kann auf viele Arten behandelt werden, etwa durch Operation, Bestrahlung oder Chemotherapie. Deshalb ist es sinnvoll, den Rat von ausgewiesenen Experten einzuholen. An der Universität Marburg kommt zudem regelmäßig ein Tumorboard zusammen, das Spezialisten aus allen Fachrichtungen vereint. Sie beleuchten jeden Fall aus allen Richtungen und entscheiden gemeinsam das weitere Vorgehen. Dies kann kein einzelner Arzt leisten.

Ausgewiesene Experten

Patienten und Angehörige können sich im Büro für Zweitmeinungen melden. Im Anschluss sollten alle Unterlagen, welche die Erkrankung betreffen, an das Büro geschickt werden. Besonders wichtig sind dabei Röntgenbilder (CT, MRT). „Wenn alle relevanten Unterlagen bei uns eingetroffen sind, werden sie von einem Krebsspezialisten durchgesehen“, erklärt Rudolf Arnold. Der Spezialist, dem die Unterlagen vorliegen, entscheidet dann je nach Diagnose, in welcher Ambulanz sich der Patient vorstellen soll: in der Onkologie, Urologie, Gynäkologie oder Neurochirurgie. „Der Patient erhält dann möglichst umgehend einen Termin. Wir versuchen, unzumutbare Wartezeiten zu vermeiden“, sagt der Direktor des Anneliese Pohl Krebszentrums. Dabei sei es nicht das primäre Ziel, die Patienten im Marburger Krebszentrum zu behandeln, sondern sie nach erfolgter Beratung wieder in die Hand ihrer behandelnden Ärzte zu übergeben. In Einzelfällen ist aber auch die Behandlung oder gegebenenfalls eine Operation in Marburg möglich.

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