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Vorsorge bei Tumorerkrankungen?

Bei einigen Tumorerkrankungen gibt es tatsächlich präventive Maßnahmen, die Sie ergreifen können.

Vorsorge Lungenkrebs. Wichtige Risikofaktoren

Rau­chen ist der Ri­si­ko­fak­tor Nr.1 für Lun­gen­krebs.

Es steht seit langem außer Frage: Rauchen ist DER Risikofaktor für Lungenkrebs. Tabakrauch enthält nachweislich rund 50 Stoffe, die als krebserregend (kanzerogen) eingestuft werden. Laut Robert Koch- Institut (RKI) gehen bei Männern neun von zehn Erkrankungen auf das aktive Rauchen zurück, bei Frauen sollen es mindestens sechs von zehn Fällen sein. Hinzu kommen jene Fälle, die auf das Passivrauchen zurückzuführen sind. Andere Risikofaktoren sind im Vergleich dazu unbedeutend, können im Einzelfall aber das Entstehen der Krankheit erklären: Asbest, Quarz- und Nickelstaub, Dieselabgase, das auch in der Natur vorkommende radioaktive Edelgas Radon oder polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe (PAK).

Früherkennung für Raucher?

Kostenlose Früherkennungsuntersuchungen für gesetzlich Versicherte gibt es bisher bei Lungenkrebs nicht. „Man diskutiert, für Menschen mit einem besonderem Risiko, etwa langjährige Raucher über 65, jährlich eine Niedrigdosis-CT zu empfehlen“, erklärt Claus Franz Vogelmeier. Nutzen und Risiko derartiger Untersuchungen müssten allerdings sorgfältig abgewogen werden. Mehr als 90 Prozent aller Wundherde in der Lunge sind dem Experten zufolge gutartig. „Die Gefahr ist groß, viele Menschen zu operieren, die nie Krebs bekommen würden“, sagt Vogelmeier. Nach der Verdachtsdiagnose kommt es darauf an, zunächst das genaue Ausmaß der Erkrankung festzustellen. Mithilfe der PET-CT – eines Verfahrens der Computertomografie (CT), bei dem mit schwach radioaktiven Arzneimitteln Schnittbilder des Körpers gewonnen werden – scannen Professor Vogelmeier und seine Mitarbeiter den gesamten Körper ihrer Patienten. „So können wir feststellen, ob der Tumor schon gestreut, also Tochtergeschwulste gebildet hat und ob diese einen Stoffwechsel haben, also aktiv sind.“ Der PET-CT folgt eine Endobronchiale Ultraschalluntersuchung (EBUS). Sinn der Untersuchung ist es, die Lymphknoten zu punktieren, um herauszufinden, ob sie bereits befallen sind. Von besonderem Interesse ist auch das Tumorgewebe (die „Histologie“). Lungentumoren werden anhand der Größe ihrer Zellen eingeteilt: in kleinzellige und nichtkleinzellige Tumoren. Letztere teilen sich in die folgenden Untergruppen auf: Plattenepithelkarzinome, Adenokarzinome und großzellige Tumoren.

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