Zur Unterstützung und Begleitung von an Krebs erkrankten Personen und deren Angehhörigen  Jetzt spenden 

Anneliese Pohl Krebszentrum Marburg +49 6421 58-62729
Menü

Main Content

2 Spaltige Kachel

Detail Inhalt

Therapiemöglichkeiten bei Leukämie: Aggressiv oder abwartend

Die genaue Therapie hängt von der jeweiligen Leukämieform ab. Grundsätzlich ist die konventionelle Chemotherapie mit Zytostatika aber die Basis jeder Leukämietherapie. Zytostatika sind Zellgifte, die vor allem sich schnell teilende Zellen – Krebszellen, aber auch Blut-, Schleimhaut und Haarwurzelzellen (Stichwort Haarausfall) – schädigen. Akute Leukämien verlangen sofort eine aggressive Chemotherapie. Chronische Formen werden insgesamt schonender behandelt.

Antikörpertherapie

Weitere Therapieoptionen sind neuartige, zielgerichtete Medikamente, etwa Antikörper und sogenannte Signalübertragungshemmer, die vor allem Krebszellen schädigen.

Signalübertagungshemmertherapie

CML Patienten mit einer bestimmten genetischen Mutation – dem „Philadelphia-Chromosom“ – profitieren von Signalübertragungshemmern wie den Wirkstoffen Imatinib, Dasatinib, Nilotinib, Bosutinib oder Ponatinib (blockieren die BCR/abl-Kinase).

Knochenmarktransplantation

Leuk­ä­mi­en mit­hil­fe des Im­mun­sys­tems zu be­kämp­fen ist nach An­sicht von Dr. Andre­as Neu­bau­er der Kö­n­igs­weg zu neu­ar­ti­gen The­ra­pi­en – und ein Schwer­punkt sei­ner For­schungs­tä­tig­kei­ten.

Eine Knochenmark- oder Blutstammzelltransplantation ist bei vielen Leukämiepatienten die einzige Möglichkeit, die Krankheit tatsächlich zu heilen. Ziel ist es, die krankhaften Stammzellen des blutbildenden Systems im Knochenmark des Patienten durch gesunde Stammzellen eines Spenders zu ersetzen. Unbedingte Voraussetzung dafür: Vor der Transplantation müssen möglichst alle Blutstammzellen mithilfe einer intensiven Hochdosis-Chemotherapie getötet werden. Die Transplantation hat noch einen zweiten Effekt, der für die Therapie wichtig ist, sie aber zu einem Spiel mit dem Feuer macht: Mit dem Knochenmark des Spenders wird auch ein Teil von dessen Immunsystem übertragen. Im Körper des krebskranken Empfängers ersetzen die „neuen“ Immunzellen die durch die Chemotherapie getöteten Immunzellen und bekämpfen die eventuell noch vereinzelt vorhandenen Leukämiezellen. Mediziner nennen dieses Phänomen Graft-versus-Leukemia-Effekt (graft [engl.]: Transplantat). Das Problematische dabei: Wendet sich das „neue“ Immunsystem im Körper des Empfängers nicht nur gegen die Krebszellen, sondern gegen alle Körperzellen, kann dies für die Betroffenen Lebensgefahr bedeuten (Graft versus- Host-Disease). In den meisten Fällen können Ärzte die Immunzellen jedoch durch bestimmte Medikamente unter Kontrolle halten.

Relevante Artikel

Behandlung

0

Therapie

Krankheiten

0

Leukämie

Leuk­ä­mi­en sind Er­kran­kun­gen des blut­bil­den­den Sys­tems im Kno­chen­mark. Grund­sätz­li­ches Kenn­zei­chen von Leuk­ä­mi­en ist die star­ke Ver­meh­rung der wei­ßen Blut­kör­per­chen (Leu­ko­zy­ten) und ih­rer un­rei­fen, nicht funk­ti­ons­fäh­i­gen Vor­läufer­zel­len, die schließ­li­ch das Blut über­schwem­men.

Leukämie

9

Carreras Leukämie Zentrum

Die 16-­Bet­ten­-Sta­ti­on mit höchster Hig­h-­Tech-In­fra­struk­tur er­laubt hoch­in­no­va­ti­ve kli­ni­sche Stu­di­en und die klas­si­sche Pa­ti­en­ten­ver­sor­gung.