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Anneliese Pohl Krebszentrum Marburg +49 6421 58-62729
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2 Spaltige Kachel

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Therapie

In der Regel ist die Operation die Methode der Wahl, bei der das Tumorgewebe mit einem Sicherheitsabstand exzidiert wird.

Nach der Operation

Mittels einer mikroskopischen Untersuchung kann dann überprüft werden, ob alle Krebszellen erfasst wurden. Gegebenenfalls werden auch drainierende Lymphknoten (Sentinel-Lymphknoten) aufgesucht, entfernt und feingeweblich analysiert. Alternativ kann bei inoperablen Tumoren oder bei Patienten in einem schlechten Allgemeinzustand eine Strahlentherapie angewendet werden. Die Lymphome der Haut werden in aller Regel nicht operativ entfernt, sondern einer UV-Licht- oder Strahlentherapie oder einer medikamentösen Behandlung unterzogen.

Antikörpertherapie

Ei­ne dau­er­haf­te und re­gel­mä­ßi­ge Nach­sor­ge ist da­her un­er­läss­li­ch.

Seit 2011 ist der Wirkstoff Ipilimumab (Handelsname: Yervoy) verfügbar. Dieser Antikörper aktiviert das Immunsystem. Im Idealfall kann die Krebserkrankung damit vollständig zurückgedrängt werden. Der mögliche Preis: Es können auch Immunzellen aktiviert werden, die sich gegen den eigenen Körper wenden. Die Folge können Autoimmunkrankheiten sein – schwere entzündliche Darmerkrankungen, Entzündungen der Hirnanhangsdrüse oder eine Leberentzündung (Hepatitis). Viele der Nebenwirkungen können aber gut behandelt werden. Man muss sie allerdings ständig überwachen. 2012 wurde der Wirkstoff Vemurafenib (Handelsname: Zelboraf) zugelassen, der eine bestimmte genetische Veränderung (Mutation), die bei der Hälfte aller Patienten in den Melanomzellen vorkommt, blockieren kann. Das Medikament hat eine „rasante“ Wirkung. Innerhalb von zwei Wochen merken die Patienten, dass ihre Knoten schmelzen. Vemurafenib blockiert das Molekül BRAF und so eine wichtige Kommunikationsleitung (Signalweg) in der Tumorzelle. Die Wirkung kann neun, zwölf oder mehr Monate anhalten, ist aber nichts auf Dauer: Weil Melanom-Zellen genetisch sehr vielgestaltig sind, gibt es immer einige, die weniger anfällig für einen Wirkstoff sind. Diese überleben, teilen sich und lassen mithilfe ihrer genetisch identischen Tochterzelle einen neuen Tumor wachsen, der unempfindlich ist für einen erneuten Angriff mit dem gleichen Wirkstoff.

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