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Gynäkologische Krebserkrankungen

Zu den gynäkologischen Krebserkrankungen zählen Krebserkrankungen des Schambereichs (Vulvakarzinom), der Scheide, der Gebärmutter, der Eierstöcke und der Eileiter (Ovarial- und Tubenkarzinom). Dazu kommen Krebserkrankungen, die vom Bauchfell (primäres Peritonealkarzinom) ausgehen. Tumoren der Gebärmutter sind die häufigsten Krebserkrankungen der weiblichen Geschlechtsorgane. Sie teilen sich auf in Krebserkrankungen des Gebärmutterhalses (Zervix) und der Schleimhaut (Endometrium) des Gebärmutterkörpers. Mit jährlich etwa 11.280 Neuerkrankungen ist dem Robert Koch-Institut (RKI) zufolge Krebs des Gebärmutterkörpers (Endometriumkarzinom) die vierthäufigste Krebserkrankung bei Frauen überhaupt. An Gebärmutterhalskrebs (Zervixkarzinom) erkrankten im Jahr 2008 in Deutschland etwa 4900 Frauen. Die Diagnose Eierstockkrebs wurde im selben Jahr bei insgesamt 7790 Frauen gestellt.

Eierstockkrebs

Krebs des Ge­bär­mut­ter­kör­pers (En­do­me­tri­um kar­zi­nom) ist die viert­häufigs­te Krebs­er­kran­kung bei Frau­en.

Eierstockkrebs wächst oft lange unbemerkt. Die Früherkennung ist daher schwierig. Das Risiko steigt mit zunehmendem Alter. Symptome sind bei Frauen über 50 ein dauerhaftes Völlegefühl, Appetitlosigkeit, Zunahme des Bauchumfangs, unklare Beschwerden im Bauchbereich und Änderungen der Miktionsfrequenz, also der Häufigkeit der Blasenentleerungen. Neben Übergewicht spielen auch hormonelle Einflussfaktoren eine Rolle: Je mehr Zyklen mit einem Eisprung eine Frau im Leben hatte, desto höher ist das Risiko für Eierstockkrebs. Kinderlosigkeit, eine frühe erste Regelblutung und später Beginn der Wechseljahre wirken sich daher negativ aus, positiv sind viele Geburten, längere Stillzeiten und frühe Wechseljahre. Ein höheres Risiko haben zudem Frauen, deren Verwandte ersten Grades Brust- oder Eierstockkrebs hatten oder die selbst bereits an Brust-, Gebärmutterkörper- oder Darmkrebs erkrankt waren. Auch beim Eierstockkrebs greifen die Ärzte zuerst zum Skalpell. „Ziel der OP ist es, den Tumor vollständig zu entfernen“, sagt Uwe Wagner, der als Koordinator der S3-Leitlinie für das Ovarialkarzinom die geltenden Therapieempfehlungen maßgeblich prägt. „Unsere Klinik ist beim Ovarialkarzinom bundesweit führend. Wir können Patientinnen die gesamte Palette der chirurgischen Möglichkeiten anbieten.“ Der Erfolg der OP bestimme maßgeblich die Aussichten für die Patientin. „Der wichtigste prognostische Faktor für die nachfolgende Behandlung ist die verbleibende Tumorlast.“ Die Heilungschancen hängen aber auch von den Eigenschaften des Tumors ab: Bei Eierstockkrebs unterscheiden Mediziner – je nach Art der auslösenden Mutationen – verschiedene Typen: So genannte „low grade“-Typen wachsen Uwe Wagner zufolge langsam und können deutlich besser erkannt werden als „high grade“-Typen. „Letztere nehmen ihren Anfang im Eileiter. Damit hat man keine Möglichkeit, sie rechtzeitig zu erkennen. Bei der Diagnose haben diese Tumoren dann schon den gesamten Bauchraum befallen.“

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