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Früherkennung und Vorsorge

Die Vorsorge ist bei vielen gynäkologischen Krebsarten essenziell für die Heilungschancen. Einige Krebsarten im Genitalbereich können sogar komplett verhindert werden, wenn Sie im ständigen Dialog mit Ihrer Frauenärztin/Ihrem Frauenarzt stehen.

Impfung

"Dank der Impfung können Krebsvorstufen im äußeren Genitalbereich zu nahezu 100 Prozent verhindert werden", sagt Professor Dr. Uwe Wagner, Direktor der Klinik für Gynäkologie, gynäkologische Endokrinologie und Onkologie der Uni Marburg. Denn sowohl Gebärmutterhalskrebs als auch Gebärmutterkörperkrebs und Krebs im Schambereich wird von Humanen Papillomaviren (HPV) verursacht. Wehrt das geimpfte Immunsystem die Viren nach einer Infektion ab, hat der Krebs keine Chance. Die Erkrankungszahlen werden Uwe Wagner zufolge daher in den kommenden Jahren deutlich zurückgehen. Anspruch auf eine Impfung haben alle Mädchen im Alter zwischen 12 und 17 Jahren. "Die Impfung sollte am besten vor dem ersten Geschlechtsverkehr erfolgen." Sie wirkt vor allem gegen die gefährlichen Virustypen HPV 16 und 18, die etwa 70 Prozent aller Gebärmutterhalskrebse verursachen. Die Erfolge der modernen Krebsmedizin schlagen sich aber nicht nur bei der Impfung nieder: Bei Gebärmutterhalskrebs haben sich die Sterberaten in den vergangenen 30 Jahren fast halbiert. Der Grund dafür sind die besseren Möglichkeiten der Früherkennung.

PAP-Abstrich

Zudem gibt es genetische Tests, mit denen sich eine Infektion mit den gefährlichen Viren feststellen lässt, bevor Zellveränderungen auftreten. Sind die Befunde beim sogenannten PAP-Abstrich auffällig, werden Frauen zur Dysplasie an spezialisierte Kliniken verwiesen, wie es das Zentrum für Gynäkologische Onkologie (ZGynO) des Anneliese Pohl Krebszentrums ist. „Wir nehmen dann Gewebeproben und untersuchen diese unter dem Mikroskop“, sagt Uwe Wagner.