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Therapie

Grundsätzlich wird bei der Therapie eines gynäkologischen Krebses auch heute noch die Chirurgie präferiert.

Chirurgie

Bei 85 Pro­zent der Pa­ti­en­tin­nen ist die OP der hei­len­de Ein­griff.

Eine Operation ist immer noch die beste Möglichkeit, Menschen mit Krebs vollständig zu heilen. Vorausgesetzt, es gelingt, sämtliche Krebszellen zu entfernen. Wie erfolgreich eine OP sein kann, hängt jedoch immer noch von der Art, Größe, Aggressivität und dem Ort des Tumors ab. Aufgrund der technischen Entwicklungen sind auch schwierige Operationen deutlich sicherer geworden.

Der Chirurg mit den Scherenhänden

Die Zukunft hat begonnen: Seit November 2012 machen die Chirurgen der Uniklinik Marburg Erfahrungen mit dem roboterassistierten DaVinci-Operationssystem. Das ist nicht Hollywood, sondern Wirklichkeit: Ein Mensch liegt versteckt unter OP-blauen Decken auf einem Operationstisch. Vier graue Maschinenarme aus Metall - in sterile Plastikhüllen eingepackt - zielen auf eine unbedeckte Stelle. Sie bewegen sich kontrolliert, schneiden die Haut auf, packen zu, klemmen, schneiden erneut und dringen in den Körper ein - mit jedem Schnitt etwas tiefer. Von Geisterhand bewegen sich die Arme der OP-Maschine allerdings nicht: Sie setzen vielmehr exakt die Bewegungen um, die der Operateur ihnen vorgibt. Dieser sitzt drei Meter vom Operationstisch entfernt an einem Computerarbeitsplatz, der sogenanntenKonsole. Mit hilfe zweier Bedienelemente für die Finger kann er die Instrumente an den Roboterarmen steuern. Die Monitore der Konsole liefern ihm dazu ein hochauflösendes dreidimensionales Bild des Operationsgebietes - wenn es nötig ist, in bis zu zehnfacher Vergrößerung.

Bessere Sicht, präzisere Schnitte

"Man sieht die Strukturen besser, man kann viel feiner operieren (...)", fasst Prof. Dr. Rainer Hofmann, Direktor der Klinik für Urologie und Kinderurologie der Universität Marburg, seine Erfahrungen mit dem DaVinci-Operationssystem zusammen. Die Freiheitsgrade - die Anzahl und Art der Bewegungsmöglichkeiten - der Roboterarme ist dem erfahrenen Chirurgen zufolge deutlich höher als bei menschlichen Fingern. "Ich bin überzeugt, dass dieses System die Zukunft darstellt", sagt Rainer Hofmann. Zum Einsatz kommt die roboterassistierte Schlüssellochchirurgie des DaVinci-OP-Systems nicht nur bei Prostatakrebs. Auch Nieren-, Blasen-, Magen- und Bauchspeicheldrüsenoperationen, gynäkologische Eingriffe sowie Operationen im Kopf-Hals-Bereich wurden schon erfolgreich mit dem rund zwei Millionen Euro teuren Gerät durchgeführt. In Marburg wird das System, das die Dr. Reinfried Pohl-Stiftung und die Anneliese Pohl-Stiftung gespendet haben, zudem in der Ausbildung der Studenten eingesetzt.

Studie soll Nutzen bewerten

"Wahrscheinlich ist durch die Roboter-OP die Aufenthaltsdauer der Patientenin der Klinik kürzer, weil diese sich schneller nach dem Eingriff erholen und auch weniger Schmerzen haben." Untersuchungen, die diese Vermutungen wissenschaftlich objektiv bewerten, gibt es noch nicht. "Wir wollen jetzt mit so einer klinischen Studie beginnen", sagt der Chirurg. Ziel sei es, die Effektivität dieser OP-Methode mit der der herkömmlichen Chirurgie zu vergleichen. Gegenwärtig sind er und seine Kollegen dabei, Kriterien festzulegen. Welche Patienten sollen mit dem DaVinci-Gerät operiert werden und welche nicht? Bei Patienten mit einem großen Prostatatumor, der bereits über die Kapsel der Prostata hinausgewachsen ist, macht der Robotereinsatz aus seiner Sicht keinen Sinn. "Das ist mit dem Roboter sicher schwieriger, als wenn man per Hand operiert." Jüngere und fitte Patienten mit kleinen Tumoren könnten dagegen von einem roboterunterstützten minimalinvasiven Eingriff profitieren.

Strahlen- und Chemotherapie

Falls eine zusätzliche Chemo- oder Radiotherapie notwendig sein sollte, kann diese in der Klinik für Strahlentherapie und in unserer interdisziplinären ambulanten Chemotherapie (IAC) oder bei einem niedergelassenen Kooperationspartner durchgeführt werden. Darüber hinaus gibt es auch die Möglichkeit, an grossen multizentrischen Studien teilzunehmen, an denen wir uns beteiligen.

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