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Klarheit schaffen durch Biopsie

Besteht ein Verdacht auf Brustkrebs, sollte die Entnahme einer Gewebeprobe (Biopsie) Klarheit bringen. Im Rahmen dieser Frühdiagnostik muss unbedingt auch die „Biologie des Tumors" abgeklärt werden. Kennt man dessen genetisches Profi l – seinen „Charakter“ –, können die Chancen und Risiken der einzelnen Therapiemaßnahmen besser abgewogen werden. Von Interesse sind im Wesentlichen die folgenden vier genetischen Subtypen: Luminal-A- und Luminal-B-Typ, Her2/neu-Typ sowie der Triple negativ-Typ. Die Bezeichnungen stehen für verschiedene Eigenschaften eines Tumors. Sie geben Hinweise darauf, ob eine Chemotherapie sinnvoll ist oder nicht und welche Wirkstoffe besonders hilfreich sein können.

Gewebeentnahmen (Punktionen/Stanzen/Vakuumbiopsien)

Bei einigen Patientinnen kann es sinnvoll sein, eine Gewebsprobenentnahme aus der Brust durchzuführen. Dazu können wir eine ganze Palette von Möglichkeiten anbieten, je nachdem, welcher Befund zur Abklärung ansteht. Unabhängig davon, ob das Verfahren unter Ultraschall- oder Röntgen-Sicht durchgeführt wird, Sie brauchen keine Angst davor zu haben. Alle Eingriffe werden mit lokaler Betäubung von Ärzten mit einer speziellen Ausbildung auf diesem Gebiet durchgeführt. Vor einer solchen Untersuchung werden Sie im Einzelgespräch über das in Ihrem Fall ausgesuchte Verfahren aufgeklärt. Es werden Ihnen aber auch die bestehenden Alternativen vorgestellt. Das Ergebnis einer solchen Gewebeentnahme ist üblicherweise am nächsten Tag bekannt und kann dann mit Ihnen besprochen werden.

Ultraschalluntersuchung

Ob Mammographie (Röntgenuntersuchung), Mammasonographie (Brustultraschall), Galaktographie (Kontrastmitteldarstellung der Milchgänge in der Mammographie), Stanz- oder Vakuumbiopsie (unterschiedliche ambulant durchführbare Techniken zur Gewebeprobenentnahme aus der Brust) – alle diese Untersuchungen finden bei uns im Arbeitsbereich „Senologische Diagnostik“ statt. Der Begriff Senologie stammt aus dem Französischen „le sein“, das bedeutet „die Brust“.

Sonografie

Delfine können es, Fledermäuse auch: Sie senden Laute aus und konstruieren aus den zurückgeworfenen Echos ein Bild ihrer Umgebung. Wenn Ärzte einen Schallkopf (Ultraschallsonde) auf die Haut eines Patienten legen, machen sie prinzipiell genau das Gleiche. Wichtigster Unterschied: Sie senden gerichtete Ultraschallwellen aus und empfangen deren Echo. Ultraschallwellen sind im Gegensatz zu Schallwellen für Menschen nicht hörbar. Treffen sie auf ein Organ, dringt nur ein Teil in das Gewebe ein. Andere Wellen werden – wie Licht von einem Spiegel – zurückgeworfen. Je weniger Flüssigkeit das Gewebe enthält, desto stärker wird der Schall reflektiert. Auf diese Weise können Organe abgegrenzt werden. Flüssigkeitsreiche Gewebe erscheinen im Ultraschallbild schwarz, trockene Strukturen wie die Knochen weiß.

Brustultraschall (= Mammasonographie)


Bei der Ultraschalluntersuchung der Brust legen wir noch einmal besonderen Wert auf die Darstellung der Milchgänge, aber z. B. auch der axillären Lymphknoten. Hierzu benutzen wir zum einen besonders hoch auflösende Schallköpfe, zum anderen aber auch spezielle Techniken wie die Dopplersonographie, die dreidimensionale Sonographie oder die Sonoelastographie. Da die Sonographie bei uns stets mit einer klinischen Untersuchung (Ansehen und Abtasten) durch einen Arzt kombiniert wird, haben Sie die Gelegenheit, dabei noch einmal alles das, was Sie in Zusammenhang mit Ihrer Brust geklärt haben wollen, zur Sprache zu bringen.

Relevante Artikel

Krankheiten

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Brustkrebs

Beim Brust­krebs, auch Mam­ma­kar­zi­nom ge­nannt, han­delt es si­ch um den häufigs­ten bösar­ti­gen Tu­mor bei der Frau. Er ent­steht in der weib­li­chen Brust­drü­se. Nur et­wa ein Vier­tel der Tu­mo­ren in der Brust sind bösar­tig, sie hei­ßen Kar­zi­no­me.

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Zweitmeinung

Vier Au­gen se­hen mehr als zwei. Das gilt auch bei Dia­gno­sen von Ärz­ten.

Brustkrebs

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