Zur Unterstützung und Begleitung von an Krebs erkrankten Personen und deren Angehhörigen  Jetzt spenden 

Anneliese Pohl Krebszentrum Marburg +49 6421 58-62729
Menü

Main Content

2 Spaltige Kachel

Detail Inhalt

Forschung

Krebsforschung kann vieles sein: die Suche nach den molekularen Ursachen der Erkrankung, das Testen neuer Medikamente oder OP-Techniken an Patienten im Rahmen einer klinischen Studie – oder der Aufbau einer Gewebebank aus Tumorproben. Am Anneliese Pohl Krebszentrum Marburg findet all dies statt.

Professor Dr. Andreas Neubauer, Direktor der Klinik für Hämatologie, Onkologie und Immunologie: Den Unterschied zwischen einer forschenden und nicht forschenden Klinik lernen Patienten spätestens in dem Moment kennen, wenn ihre Krankheit ein Stadium erreicht hat, ab dem man nach vorherrschender Lehrmeinung nichts mehr machen kann. An einer Uniklinik, wo man zu dieser Krankheit forscht, hat man dann zumindest immer noch eine Idee, was weiterhelfen könnte, und kann den Betroffenen zum Beispiel die Teilnahme an einer klinischen Studie anbieten. Wissenschaftliche Daten zum Hodgkin-Lymphom – einer Form der Leukämie – belegen: Patienten, die an klinischen Studien teilnehmen, haben eine bessere Prognose als Patienten außerhalb klinischer Studien. Da, wo viele klinische Studien laufen, die hoffentlich nicht von der Pharmaindustrie abhängig sind, ist eine bessere Behandlungsqualität zu erwarten als an einer nicht forschenden Klinik. Und grundsätzlich müssen diese Studien allen Patienten offenstehen.

Forschen, lehren, heilen: So lautet das Motto des Anneliese Pohl Krebszentrums Marburg. Mit diesem Anspruch fügt sich das Krebszentrum nahtlos in die seit vielen Jahren bestehenden Strukturen in Marburg ein: Die Erforschung und Behandlung von Krebserkrankungen prägt die Marburger Univer sitätsmedizin seit mehr als 25 Jahren. Gezielte Berufungen von Professorinnen und Professoren sowie das 1988 gegründete Institut für Molekularbiologie und Tumorforschung (IMT) haben die Onkologie hier zu einem Schwerpunkt am Fachbereich Medizin gemacht.

Als Versuchskaninchen fühlen sich Patienten, die an klinischen Studien teilnehmen, übrigens nicht – ganz im Gegenteil: Wir wissen, was wir tun und was wir unseren Patienten zumuten können. Ich habe oft erlebt, dass Patienten sagten: „Doktor, ich nehme alles, wenn ich dadurch irgendwie einen kleinen Funken Hoffnung habe.“ Ein Patient sagte sogar: „Ich gehe nicht aus diesem Zimmer, wenn Sie mir nicht irgendein Experiment anbieten.“ Und manchmal – wenn es optimal läuft – hat man wie bei einer Leukämie patientin, die wir vor Jahren behandelt haben, durchschlagenden Erfolg. Heute können wir sagen: Diese Frau würde nicht mehr leben, wenn wir nicht über diese Krankheit forschen würden.

Relevante Artikel

Forschung

6

Biobank

Krebs­zel­len sind wert­voll für die For­schung. Vor al­lem wenn das Schick­sal des Men­schen, in dem sie ein­st ent­stan­den sind, ge­n­au be­kannt ist.

Ärzte

Prof. Dr. med. Andreas Neubauer

Forschung

0

Forschungs­schwerpunkte

Zu ei­ner der zen­trals­ten und wich­tigs­ten Auf­ga­ben des An­ne­lie­se Pohl Krebs­zen­trums Mar­burg ge­hört die For­schung.