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Aus Alt mach Neu: Medikamente 2.0

Von der ersten Synthese eines Wirkstoffs bis zur Zulassung als Medikament vergehen mitunter 15 Jahre.

Von der ersten Synthese eines Wirkstoffs bis zur Zulassung als Medikament vergehen mitunter 15 Jahre. Warum also nicht bei Medikamenten, die bereits für eine andere Krankheit zugelassen sind, testen, ob sie noch eine zweite – bisher unbekannte – Wirkung auf Krebszellen haben? „Wir schauen, ob zugelassene Medikamente in der Lage sind, Tumorstammzellen zu unterdrücken oder Makrophagen – Zellen des Immunsystems – umzupolen“, erklärt Professor Dr. Rolf Müller vom Institut für Molekularbiologie und Tumorforschung. Für eine Studie mit Patienten kann man die Medikamente sofort benutzen. Ein Beispiel: Thalidomid, eigentlich ein Schlafmittel und unter dem alten Namen Contergan Synonym für Arzneimittelskandale, wird heute erfolgreich beim multiplen Myelom, einer Form der Leukämie, eingesetzt. Um in der Masse der zugelassenen Medikamente Treffer zu landen, haben Rolf Müller und sein Team Wirkstoffe, die chemisch ähnlich aufgebaut sind, zu Gruppen zusammengefasst. „Wir untersuchen nur einzelne Vertreter dieser Gruppen. Erst bei einer Wirkung schauen wir genauer hin. Früher oder später werden wir etwas finden, was wir auch bei Krebspatienten einsetzen können“, sagt Müller.

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